Der malische Aussenminister Abdoulaye Diop hat der Ukraine vorgeworfen, terroristische Gruppen in der Sahelzone zu unterstützen. «Die Ukraine ist ein Sponsor des Terrorismus – das muss gestoppt werden», sagte Diop bei einer Pressekonferenz in Moskau nach Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow sowie Vertretern aus Burkina Faso und Niger. Dies berichtet der kremlnahe Sender Russia Today.

Diop erklärte, Kiew stelle Terrorgruppen in der Region logistische Hilfe zur Verfügung. Russlands Aussenminister Lawrow sekundierte, die Ukraine agiere zunehmend als «destabilisierende Kraft» in Afrika – mit stillschweigender Unterstützung westlicher Staaten.

Die Vorwürfe betreffen insbesondere die Tuareg-Rebellen und Dschihadisten, die in Mali, Niger und Burkina Faso aktiv sind. Ukrainische Geheimdienstler sollen laut malischen Angaben einen Hinterhalt im Juli 2024 mit vorbereitet haben, bei dem zahlreiche malische Soldaten sowie Söldner der russischen Wagner-Gruppe ums Leben kamen. Obwohl Kiew diese Vorwürfe dementiert, hatte ein Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR seinerzeit die Verantwortung für den Angriff übernommen.

Bereits im August 2024 hatte Mali die diplomatischen Beziehungen zur Ukraine abgebrochen. Kurz darauf folgte Niger. Auch Burkina Faso hat seither kaum noch Kontakt zu Kiew. Die drei Länder bilden die «Allianz der Sahel-Staaten» AES und sprechen zunehmend mit einer Stimme.

In einem Interview mit RT bezeichnete Haruna Warkani, früherer Diplomat bei der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas, die Ukraine als «Feind Afrikas». Kiew sei nie transparent mit seinen Aktivitäten auf dem Kontinent umgegangen.