Finnlands Präsident Alexander Stubb hat sich für eine drastische militärische Aufrüstung der Ukraine ausgesprochen. Abschreckung basiere darauf, die Ukraine «bis an die Zähne» zu bewaffnen, sagte Stubb laut Politico nach einem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj.

Die EU-Aussenpolitikchefin Kaja Kallas hatte zuvor eine Verdopplung des EU-Waffenbudgets für die Ukraine vorgeschlagen – von zwanzig auf vierzig Milliarden Euro. Der Plan scheiterte jedoch am Widerstand mehrerer EU-Staaten, darunter Italien, Frankreich, Spanien und Portugal. Stubb bedauerte dies und rief die EU-Staats- und Regierungschefs auf, das Paket zu retten.

Neben Waffenlieferungen plädierte der finnische Präsident für härtere Sanktionen gegen Russland sowie die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte. Zudem bekräftigte er seine Unterstützung für einen EU- und Nato-Beitritt der Ukraine.

Moskau kritisiert die zunehmende Nato-Erweiterung seit Jahren als Sicherheitsbedrohung und sieht darin eine der Hauptursachen für den aktuellen Konflikt. Die Forderungen Stubbs kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die USA unter Präsident Donald Trump Verhandlungen für eine 30-tägige Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine vorantreiben.