Wow! Was für eine Rede. Was US-Vizepräsident J. D. Vance an der Münchner Sicherheitskonferenz sagte, erschüttert die europäischen Politeliten. Dabei sprach Vance nur etwas aus, was auch Europas Bürger schon seit langem feststellen und was eigentlich eine Selbstverständlichkeit darstellt.

«Die Bedrohung, die mich in Bezug auf Europa jedoch am meisten besorgt, ist nicht Russland, nicht China, nicht irgendein anderer externer Akteur. Was mich besorgt, ist die Bedrohung von innen», so Vance.

Er erinnerte an den fundamentalen Wert der Meinungsäusserungsfreiheit – und daran, keine Angst vor der Demokratie zu haben und die Stimme und die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen.

«Alles, von unserer Ukraine-Politik bis zur digitalen Zensur, wird als Verteidigung der Demokratie dargestellt. Aber wenn wir sehen, dass europäische Gerichte Wahlen annullieren und hochrangige Beamte drohen, weitere Wahlen zu streichen, sollten wir uns fragen, ob wir uns selbst an einen angemessen hohen Standard halten.»

Es sehe «zunehmend so aus, als würden alte, etablierte Interessen sich hinter hässlichen, sowjetisch anmutenden Begriffen wie ‹Fehlinformation› und ‹Desinformation› verstecken, weil Sie einfach nicht ertragen können, dass jemand mit einer alternativen Sichtweise eine andere Meinung äussert, geschweige denn anders wählt oder – Gott bewahre – eine Wahl gewinnt».

Vance machte den Europäern aber auch ein Angebot des «neuen Sheriffs» in Washington: «Und unter Donald Trumps Führung mögen wir vielleicht nicht mit euren Ansichten übereinstimmen, aber wir werden dafür kämpfen, euer Recht zu verteidigen, sie im öffentlichen Raum zu äussern – egal, ob wir zustimmen oder nicht.»

Der Aufschrei der politischen Klasse über solch schlichte Worte der Wahrheit bestätigt nur, dass Vance damit ins Schwarze trifft. Er hätte dafür den Friedensnobelpreis verdient.