Flucht aus Mariupol
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Um sich durchzuschlagen, braucht es Mut und Kraft, vor allem aber Glück ohne Ende: Mariupol, 3. April.
Bild: SERGEI BOBYLEV / KEYSTONE

Flucht aus Mariupol

Reise von Moskau an die ukrainische Grenze. Die Kriegsvertriebenen erzählen von der Hölle, auf Russisch «Ad». Das Wort verfolgt mich. Die Hölle heisst Krieg.

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09.04.2022
Taganrog Grosse, rote Lettern schmücken das Dach: Dworez Sporta, Sportpalast. An der Stirnwand der Arena, auf deren Parkett in normalen Zeiten die Olympiareserve trainiert, hängt eine russische Fahne. Daneben, etwas grösser, ein Werbeplakat der Gazprombank. Wir sind in Taganrog, der letzten grösseren russischen Stadt im Norden des Asowschen Meers, fünfzig Kilometer vor der ukrainischen Grenze. Vor der Schule treffen Kleinbusse mit Geflüchteten ein, es sind Menschen aus dem umkämpften Mariupol. Ein Dutzend wartet daneben auf die Weiterreise, das bisschen Habe in billige gewebte Karo-Taschen oder Plastikbeutel gestopft. Irgendwann kommt der Bus, der sie zur nächsten S ...
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