Frauenstreik, gegen die Gentrifizierung, für die Umwelt: Lautstarke Demonstrationen und Aktionen haben Hochkonjunktur. Reichlich seltsam aber wirkt das Diktum, mit dem die Forderung nach gesellschaftlicher Veränderung unterlegt ist: «Wir sind hässig», so ist das Leitmotiv allenthalben zu lesen. Diese Verlautbarung der eigenen Befindlichkeit wirkt etwas schwächlich, zu sehr nach Affekt und weniger nach intrinsisch-brodelnder Emotion; ja, man könnte sogar sagen resigniert, wenn man bedenkt, dass der revolutionäre call to action in den achtziger Jahren handfest «Macht kaputt, was euch kaputtmacht» lautete. Etymologisch ist der Begriff «hässig» zwar erklärbar, aber weil den H ...
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