Die Venedig-Kommission, das juristische Beratungsgremium des Europarats, hat die Annullierung der rumänischen Präsidentschaftswahlen im Dezember 2024 scharf kritisiert. Dies berichtet das Onlineportal Tichys Einblick.
«Die Annullierung eines Teils der Wahlen oder der Wahlen als Ganzem kann nur unter sehr aussergewöhnlichen Umständen als Ultima Ratio und unter der Bedingung zugelassen werden, dass Unregelmässigkeiten im Wahlprozess das Ergebnis der Wahl beeinflusst haben könnten», so die Kommission. Und weiter: «Die Befugnis der Verfassungsgerichte, Wahlen von Amts wegen für ungültig zu erklären, sollte – wenn überhaupt – auf aussergewöhnliche Umstände beschränkt und klar geregelt sein, um das Vertrauen der Wähler in die Legitimität der Wahlen zu sichern.» Die Entscheidung des rumänischen Verfassungsgerichts beruhe auf geheimen, nicht überprüfbaren Dokumenten, was einen gefährlichen Präzedenzfall schaffe.
In ihrem am 28. Januar veröffentlichten Bericht betont die Kommission, dass Wahlen nur unter aussergewöhnlichen Umständen annulliert werden dürften – und nur dann, wenn klare Beweise eine Manipulation belegten. Der Ausschluss des rechten Kandidaten Calin Georgescu wurde mit angeblicher russischer Einflussnahme begründet, doch Kritiker sehen darin einen politisch motivierten Eingriff.
Gabriel Elefteriu, Vizechef des Rats für Geostrategie, erklärte, die vorgelegten Dokumente enthielten keine belastbaren Beweise für russische Einmischung. Auch die prowestliche Kandidatin Elena Lascorni forderte von der Regierung eine Erklärung.
Die Venedig-Kommission warnt davor, demokratische Wahlen auf Grundlage geheimer Informationen aufzuheben. Solche Entscheidungen müssten fundiert, transparent und überprüfbar sein. Andernfalls könne das Vertrauen in demokratische Institutionen erheblichen Schaden nehmen.
Die Perversion in den westlichen „Demokratien“ geht weiter. Wenn ein Wahlergebnis nicht das gewünschte Ergebnis bringt, dann Annullierung. Rumänien ist ein NATO-Staat, in dem eine neue große NATO-Basis aufgebaut wird. Der rumänische Präsident hat wichtige Entscheidungsbefugnisse und bei der Wahl hat ein Russland-freundlicher Mann gewonnen, das passt der NATO nicht. So weit zum „Demokratie-Verständnis“ der NATO. Raus aus diesem Verein!
Ach ne, das da ein drauf kommt, das die Europäische Kommission sich täglich in Amtsanmaßung übt. Wow!
Natürlich hat die Venedig-Kommission absolut recht. Aber nützt das dort etwas, wo Demokratie nur als Feigenblatt benutzt wird, solange sie den Interessen der Machthabenden dient? Das beginnt schon im Kleinen mit der Nichtumsetzung der Masseneinwanderungsinitiative in der Schweiz. Also bitte nicht mit Steinen um sich werfen, wir sitzen selber im Glashaus.