Am Mittwochnachmittag ging im Büro des Sheriffs des Santa Fe County der Notruf ein. Ein Wartungsarbeiter hatte Alarm geschlagen.
Im Haus von Gene Hackman stiess ein Hilfs-Sheriff zuerst auf die Gattin des Schauspielers, Betsy Arakawa. Sie lag tot im Badezimmer. Danach entdeckte die Polizei in einem Nebenzimmer den leblosen Körper des Hollywoodstars («French Connection»). In einem Schrank lag ein toter Deutscher Schäferhund.
Hackman wurde 95, Arakawa 64.
Die mysteriösen Todesumstände veranlasste die Polizei zu einer gründlichen Durchsuchung des Hauses. Hinweise auf ein Gasleck oder ein Kohlenmonoxid-Leck gibt es bisher nicht. Dafür fanden die Behörden in der Nähe der toten Frau eine offene Medikamentendose und verstreute Pillen. Arakawas Leiche wies Anzeichen von Verwesung auf.
In einer Eidesstattlichen Erklärung von Detective Roy Arndt heisst es, dass der Leichnam von Gene Hackman in einem ähnlichen Zustand wie der seiner Frau gewesen sei. Er wurde in grauen Jogginghosen, in einem blauen Langarm-Shirt, brauen Hausschuhen und mit einem Gehstock aufgefunden. Links neben ihm lag eine Sonnenbrille. Einer der Beamten vor Ort sagte, es habe so ausgesehen, als sei Hackman plötzlich gestürzt.
County-Sheriff Adan Mendoza sagte in einem Telefoninterview mit der New York Times, dass die Ermittler immer noch versuchten, die Todesursache zu ermitteln, und dass es keine offensichtlichen Anzeichen von Gewalteinfluss an den Leichen gab und dass kein Abschiedsbrief gefunden wurde. «Die Autopsie wird uns mehr Aufschluss geben.»
Das Haus, in dem die Polizei das tote Paar fand, steht hoch über Santa Fe, der Hauptstadt des Bundesstaates New Mexiko, die auf 2231 Metern über Meer liegt. Hackman bewohnte es seit den neunziger Jahren. Er heiratete Betsy Arakawa 1991. Es war seine zweite Frau. Die beiden hatten sich in einem Fitnesscenter in Kalifornien kennengelernt; die Hawaiianerin Arakawa arbeitete dort neben ihrer Karriere als klassische Musikerin Teilzeit. Sie war ausgebildete Pianistin.
«Wo wir leben, in Santa Fe, kann man sein eigenes Leben führen, ohne sich um den neusten Klatsch kümmern zu müssen», sagte der zweifache Oscarpreisträger Hackman einmal in einem Interview. Seinen letzten Film drehte er 2004.
Spasski ist mit 88 gestorben - das ist der gegen Fischer. Er wurde bestimmt nicht ermordet.
Der Tod eines ganz normalen Rentnerehepaares. Was will man denn da machen. Siehe Kurt Curbain und Nivrana..
Tragisch. Den Angehörigen mein Beileid.