Die Europäische Union sei finanziell nicht mehr in der Lage, die Ukraine wirksam zu unterstützen – das erklärte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán nach dem EU-Gipfel in Brüssel. «Die EU hat keinen Cent mehr. Sie hat ihr ganzes Geld ausgegeben», sagte Orbán im Interview mit dem Youtube-Kanal Patriota. Die Versprechen, Kiew mit Waffen zu versorgen, die Armee aufrechtzuerhalten und den ukrainischen Staat zu finanzieren, seien leere Worte. «Ich denke, das sind leere Versprechen», so Orbán.

Orbán forderte stattdessen Unterstützung für die Friedensbemühungen des US-Präsidenten Donald Trump. «Wir dürfen nicht zulassen, dass ungarische Familien weiterhin die wirtschaftlichen Folgen dieses Krieges bezahlen», erklärte er.

Budapest verweigerte zudem die Unterschrift unter eine gemeinsame EU-Erklärung zur Ausweitung der Militärhilfe. «Wir werden keine europäische Position mittragen, die Ungarn einschliesst und pro Krieg ist», betonte Orbán nach dem Treffen mit seinen Amtskollegen.

Die EU-Mitglieder konnten sich nicht auf ein 40-Milliarden-Euro-Paket zur Unterstützung der Ukraine einigen. Laut Onlineportal Politico äusserten sich Diplomaten aus rund einem halben Dutzend Staaten kritisch zu dem Plan der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas – ein Diplomat sprach gar von einem «verpfuschten» Vorschlag. Einige EU-Vertreter erklärten den Vorstoss bereits für gescheitert, berichtet Euronews.