US-Aussenminister Marco Rubio wirft gewissen Ländern vor, den Friedensprozess in der Ukraine zu behindern – Namen nennt er allerdings keine. In einer Kabinettssitzung im Weissen Haus erklärte Rubio, allein Präsident Donald Trump sei in der Lage, Kiew und Moskau an den Verhandlungstisch zu bringen. Die Aussage erfolgte kurz vor dem Abschluss von zwölfstündigen Gesprächen hochrangiger US- und russischer Vertreter in Riad, Saudi-Arabien.

Rubio lobte Trumps Führungsrolle in den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Konflikts und betonte, militärische Lösungen seien keine Option: Letztlich sei die einzige Chance auf Frieden die Führung des Präsidenten. Er kritisierte die Einflussnahme ungenannter Regierungen, die andere Vorstellungen von einer Lösung hätten.

Nach einem Telefongespräch zwischen Putin und Trump hatten sich Russland und die Ukraine auf eine einmonatige Feuerpause in Bezug auf Energie-Infrastruktur verständigt. Trotz Berichten über ukrainische Angriffe will der Kreml an der Waffenruhe festhalten. Sprecher Dmitri Peskow warf der EU unterdessen vor, sich statt auf Friedenslösungen auf Nato-Truppen-Verlegungen in die Ukraine zu konzentrieren: «Diese militäristische Politik Europas ist unverständlich.»

Die USA unter Trump streben einen schnellen Konfliktabschluss an, Grossbritannien und Frankreich signalisierten Bereitschaft, nach einer Waffenruhe «Friedenstruppen» zu entsenden. Russland lehnt dies kategorisch ab.