An den schönsten Punkten dieser Welt liegt häufig das Grün eines Golfplatzes. Das Grün ist hier seit langem unverändert, seit vielleicht über hundert Jahren, und es bleibt hier für immer. Ein Golfplatz ist schliesslich kein Kreuzfahrtschiff.

Oder womöglich doch? Auf dem Golfplatz des «Cœur d’Alène Resort» im amerikanischen Idaho haben sie ein sogenanntes Floating Green, eine weltweite Einzigartigkeit. Das Green lässt sich bewegen.

Das Green ist eine 2200 Tonnen schwere Konstruktion, die auf dem Wasser schwimmt und von einem Unterwassersystem von Kabeln bewegt werden kann. Es schwimmt drei Meter unter und einen Meter über Wasser. Es ist fünfzig Meter lang und dreissig Meter breit, bewachsen mit üblichem Bermudagras und gesäumt von zwei Bunkern.

Zumindest während des Schlags wird das Inselgrün nicht ruckartig bewegt. Das wäre etwas gar unfair.

Das Green wird ständig in eine neue Position manövriert. Für die Damenabschläge positioniert man es etwa neunzig Meter vom Ufer entfernt, für die Männer fährt man es auf 130 bis 150 Meter hinaus.

Zumindest während des Schlags wird das Inselgrün nicht ruckartig bewegt. Das wäre dann doch etwas gar unfair.

 

Per Boot zum Putt

Nach dem Abschlag, oder nach dem zweiten und dritten Versuch, wenn man das Grün endlich getroffen hat, fährt ein Boot die Spielerinnen und Spieler hinaus, damit sie ihren Putt auf diesem Par 3 versenken können. Das schwimmende Green hat eine feste Schiffanlagestelle.

Der Bezeichnung «Cœur d’Alène» für diesen speziellen Golfplatz stammt vom Namen, den die französischen Pelzhändler seinerzeit den einheimischen Indianern gaben. Die Indianer hatten es zwar weniger mit Golfschlägern als mit Pfeilbogen. Aber auch sie schossen auf bewegliche Ziele.