Davos versinkt im Mittelmass
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Glanz und Elend am Zauberberg: Kirchners «Davos im Winter», 1923.
Bild: install / Kunstmuseum Basel, Martin P. Bü

Karl Wild

Davos versinkt im Mittelmass

Vielen farblosen Hotels in der Alpenstadt fehlt es an fast allem. Vor allem an der Einsicht, dass sie gefährlich träge geworden sind.

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17.01.2025
Die Bündner Hotellerie boomt. In Arosa, St. Moritz, Lenzerheide, Valbella, Pontresina, ja gar in San Bernardino werden Hotels von Investoren mit Hunderten von Millionen neu gebaut oder auf internationales Topniveau gebracht. Nur in Davos will sich niemand mehr die Finger verbrennen. Zumindest nicht an einer grösseren Sache. Zu tief sitzt der Schock mit dem «Intercontinental», dem «goldenen Ei», das am Eingang zum Flüelapass hängt wie ein gestrandetes Kreuzfahrtschiff. Das vom Immobilienfonds der Credit Suisse für 250 Millionen Franken (mit den Residenzen) erbaute, 2013 eröffnete Hotel sollte zum neuen Leuchtturm der Alpenstadt werden, zu einem Luxushotel mit Strahlkraft weit ...
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