Ich war Bundespräsidentin und Aussenministerin der Schweiz. In diesen Positionen habe ich mehrere Vermittlungen auf internationaler Ebene geleitet, zum Beispiel zwischen dem Iran und den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats, zwischen Armenien und der Türkei, der Russischen Föderation und Georgien sowie zwischen Israel und den Palästinensern. Heute bin ich Professorin an der Universität Genf, wo ich ein Seminar mit dem Titel «L’art et la science de la négociation» (Die Kunst und die Wissenschaft der Verhandlung) leite. Ich habe also den Ehrgeiz zu behaupten, dass ich mich für die Versöhnung, die Prävention und die friedliche Lösung von Streitigkeiten eingesetzt habe und einsetze.
Man kann nicht über friedliche Konfliktlösung sprechen, ohne Immanuel Kant und sein philosophisches Projekt «Zum ewigen Frieden» zu erwähnen und daran zu erinnern, dass die Idee eines Völkerbundes und der Organisation der Vereinten Nationen auf ihn zurückgeht.
Die Vereinten Nationen wurden gerade deshalb gegründet, um die Welt vor Kriegen zu schützen. Doch die Organisation ist heute, genau wie gestern der Völkerbund, machtlos. Die grossen Länder können nämlich gegen jede vom Sicherheitsrat gewünschte Massnahme ihr Veto einlegen.
Sicherheitsgarantien der USA
Dem gescheiterten Multilateralismus fehlt es an Alternativen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat zwar vermehrt Resolutionen verabschiedet, für deren Annahme nur eine einfache Mehrheit der Mitgliedervoten erforderlich ist. So sprach sie sich am 18. September dafür aus, dass die israelische Besatzung der seit über einem halben Jahrhundert besetzten palästinensischen Gebiete innerhalb von zwölf Monaten beendet werden sollte. Doch solche symbolischen Entscheidungen, die die Generalversammlung nicht in die Tat umsetzen kann, lassen die Vereinten Nationen noch mehr als eine impotente Institution erscheinen.
Es ist ein Wiederaufleben von Kant und seinem Friedensgedanken zu beobachten, wann immer die Zeichen auf Krieg stehen und Gründe für Hoffnung gefunden werden müssen.
Seit 2022 verstrickten sich die USA und Europa in zwei Konflikte, die globale Schockwellen auslösten. Der russische Angriff im Februar 2022 brach mit allen Normen, auf denen die europäische Friedensordnung beruhte. Mit einem ersten grossen Nebenresultat: Die Nato wurde wiedergeboren. Der Krieg bestätigt die Abhängigkeit und das Festhalten der Europäer an den Sicherheitsgarantien der USA.
Denn: Die EU ist schwach. Europa ist nicht mehr der Stabilitätsanker, der es zu sein glaubte. Mit seinen Standards wollte es als Vorbild für die Welt erscheinen. Soft Power im Gegensatz zum militärischen Amerika. Nun stellt sich heraus, dass die EU nicht einmal den Frieden in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft garantieren kann. Europa hat sich noch nicht behaupten und seinen eigenen Platz in der neuen Weltordnung finden können.
Wenn man die strategischen Interessen der USA objektiv betrachtet, ist die Bilanz des Krieges in der Ukraine nicht negativ – eine direkte Konfrontation zwischen der Nato und Russland konnte vermieden werden. Im Nahen Osten ist die Wirksamkeit der amerikanischen Abschreckungspolitik jedoch nicht so offensichtlich. Dort zeigt Washington vor allem seine Unfähigkeit, israelische Entscheidungen zu beeinflussen und einen Vision für die Nachkriegszeit zu entwickeln.
Ist der Krieg in der Ukraine ein Vorbote für dauerhaften Frieden auf dem europäischen Kontinent?
Und tatsächlich sieht Washington fast ein Jahr nach Beginn des Gaza-Krieges seinen schlimmsten Albtraum wahr werden: die Ausweitung des Konflikts, den die US-Diplomatie auf den Gaza-Streifen zu begrenzen versucht. Washington ist nicht bereit, Druck auf Israel auszuüben, indem es kurz vor der US-Präsidentschaftswahl mit der Einstellung seiner Militärhilfe droht, während sein Verbündeter an dessen Nordgrenze in einen Konflikt verwickelt wird, den er als existenziell ansieht. Der logische Schritt aus israelischer Sicht wäre, seinen Zustand der militärischen Überlegenheit zu nutzen, um eine zufriedenstellende politische Lösung zu implementieren.
Könnte uns also die – hier ganz und gar spekulative – Logik dazu bringen, anzunehmen, dass der Krieg seine eigene Form der Tugend beinhaltet, dass er nämlich notwendige Veränderungen hervorbringen könnte? Ist der Krieg eine Voraussetzung für den Frieden? Sind beide untrennbar miteinander verbunden? Jens Stoltenberg, der damalige Generalsekretär der Nato, behauptete im Januar 2023: «Waffen sind der Weg zum Frieden.»
Freuds Schluss
Im Anschluss an Kant stellt Freud die Frage nach der Positivität von Kriegen. Und kommt zu dem Schluss, dass Eroberungen zwar die Bildung grosser Staaten begünstigten und kleine Kriege beseitigten, aber auch zu grösseren Kriegen führten. Die römischen Eroberungen bescherten Europa Jahrhunderte des friedlichen Lebens, eine grosse Einheit wurde geschaffen, innerhalb derer eine starke Zentralgewalt weitere Kriege unmöglich machte. Die neugeschaffenen Einheiten, so Freud, zerfallen wieder, meist weil die Teile, die gewaltsam zusammengefügt wurden, nicht zusammenpassen.
In Wirklichkeit wird ein Krieg entweder durch Diplomatie oder durch den militärischen Sieg einer der Parteien beendet.
Nähern wir uns heute diplomatischen Phasen? Ist der Krieg in der Ukraine ein Vorbote für dauerhaften Frieden auf dem europäischen Kontinent?
Für ein Land wie Russland, das flächenmässig grösste Land der Erde, steht durch den Krieg in der Ukraine geopolitisch viel auf dem Spiel. Sein verlässlichster Zugang zur Welt führt über das Schwarze Meer und kreuzt somit die Handelsrouten, die Asien und Europa verbinden. Hier oder in der Nähe kämpften russische Streitkräfte im 17. und 18. Jahrhundert mit den Armeen der türkischen Sultane. Für Russland geht es darum, die Errichtung eines feindlichen militärischen Bollwerks am Schwarzen Meer, der Ukraine, zu verhindern – eines Bollwerks, das stark genug ist, Russlands seit Jahrhunderten wichtigstes Tor zur Welt zu sperren.
Eine Friedensverhandlung würde heute zu den Bedingungen Russlands stattfinden, das an Boden gewinnt. Die Ukrainer tun sich schwer: Sie versuchen, von den USA grünes Licht für den Einsatz westlicher Langstreckenwaffen zu erhalten, um russisches Gebiet treffen zu können, was nach ukrainischem Kalkül den Kriegsverlauf zu ihren Gunsten beeinflussen und sie bei möglichen Verhandlungen in eine bessere Position bringen könnte. Die Ukraine wird keine Zugeständnisse machen wollen ohne die Gewissheit, dass ihre Sicherheit nicht nur durch ein Friedensabkommen, sondern besonders durch eine Nato-Mitgliedschaft garantiert wird. Eine Einladung, der Nato beizutreten, hat sie bislang nicht erhalten, und das Schlagwort der Stunde lautet auf beiden Seiten «Sieg statt Frieden».
Im Nahen Osten träumt die internationale Gemeinschaft von einer Zweistaatenlösung, aber niemand unternimmt auch nur die geringste Anstrengung, diese umzusetzen; Israel will sie ohnehin nicht. Auf den ersten Blick hat niemand ein Interesse an einem regionalen Flächenbrand, aber dieser rückt auf eigengesetzliche Weise immer näher.
Zerstörung, Kummer und Unglück
Krieg bringt Leid und Zerstörung mit sich und macht es auf lange Sicht schwieriger, Frieden zu erreichen. Ist der Krieg also ein Hindernis für einen dauerhaften Frieden? Es ist in der Tat abzusehen, dass die Nachkriegszeit im Nahen Osten, wie auch immer sie ausgeht und wer auch immer der oder die Sieger sein mögen, über Generationen hinweg von Hass und Rachegelüsten geprägt sein wird. Kriege konnten manchmal unterdrückerischen Regimen oder alten Konflikten ein Ende setzen, doch oft hinterliessen sie Tausende und Millionen von Opfern, Zerstörung, Kummer und Unglück. Doch gerade in diesen Momenten, in einer Welt voller Leid, in der schutzbedürftige Menschen ermordet, als Geiseln genommen, verletzt und getötet werden oder Frauen, Männer und Kinder wahllosen Bombenangriffen zum Opfer fallen, gerade in diesen Momenten können wir nicht gleichgültig bleiben, gerade in diesen Momenten brauchen wir das Recht am dringendsten – kein abstraktes Recht, sondern ein Recht, das uns schützt.
Aber was soll man tun, aber was soll man sagen, wenn die Grossmächte nur an Gewalt glauben und die Stärke des Rechts zur Schwäche geworden ist?
Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ist ehemalige Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten und Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Zuletzt von ihr erschienen: «Die Schweiz, die ich uns wünsche» (Nagel & Kimche, 2024).
"Die Welt des 21. Jahrhunderts wird nur dann ihre Stabilität bewahren können, wenn sie von der Stärke des Rechts und nicht vom Recht des Stärkeren bestimmt wird." (H.-D. Genscher). Leider wird diese Maxime seit drei Jahrzehnten zunehmend vernachlässigt. Das Gleichgewicht wurde 1990 durch Zusammenbruch des einen Blockes verloren. Seitdem marschiert der andere Block, seine Ziele fest im Auge und ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderen zu nehmen, das Völkerrecht durch "Werte" ersetzend.
Die Ukraine will unbedingt in die NATO? Vielleicht deren Regierung. Bei breiten Schichten der Bevölkerung bin ich mir nicht sicher. Ohne Zweifel aber will der Westen die Ukraine in die NATO hieven, getreu Brzezinskis Vorgaben von 1998.
Es gibt viele gute Gedanken. Nur den einen kann ich nicht nachvollziehen. Warum soll der Weltfrieden bloss durch die westlichen Organisationen, der Nato, Uno und den USA gewährleistet sein, wo doch weltweit bekannt ist, dass der Westen seine Interessen immer mit Verrat, Intriganz und Kriegshetzerei durchsetzt? Also Frau Calmy-Rey, solange Ihnen das nicht klar ist, kann ich Ihren guten Gedanken nicht folgen. Eigentlich sind auch Sie genau in diesem Netz der Hegemonie gefangen.
Schöne, einträchtige Worte, Frau Calmy-Rey. Doch entsprechen sie auch der Realität? Leider gehen Sie nicht darauf ein, dass stets ein kleiner, machtbessener Kreis ausserhalb von jeder Rechtstaatlichkeit, seit langer Zeit die Menschheitsfamilie immer wieder in Konflikte und Kriege verwickelt. Diese massen sich auch noch an, die UNO und andere supranationale Organisationen zu benutzen, um die Menschen in eine durch Lügen aufgebaute, menschenrechtswidrige, dystopische, unfreie Zukunft zu treiben.
Frau Rey ist eine Träumerin. Sympathisch aber unrealistisch.
Die Amerikaner haben mithilfe der UN den Krieg in der Ukraine geschürt. Was deren Medien nicht schreiben:Wir brauchen autonome Bürger- Banken und Bürger , die denken können.Kant schreibt elitär , was vorher einfach war.Die goldene Regel Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und fürchte Gottes Rache.Die Amerikaner sind nicht mehr die unangefochtene Weltpolizei.Die Studenten müssten zuerst lernen, dass die CIA -Gestspo-Methoden anwendet.
"Aber was soll man tun, aber was soll man sagen, wenn die Grossmächte nur an Gewalt glauben". - Falsch: Vor Ausbruch des Ukraine-Krieges hat Putin die amerikanische Regierung mehrfach aufgefordert, den sich abzeichnenden Konflikt durch Verhandlungen beizulegen. Das wurde abgelehnt! Bekanntlich ist das Ziel der US-Regierung, Russland zu schwächen.Deshalb der Putsch in der Ukraine und die Aufrüstung der Ukraine seit 2014 . Russland verteidigt sich notgedrungen mit Gewalt.
Gibt's die Dimitri II auch noch?
Heuchlerisch und grotesk, diese Aussagen von Frau Calmy-Rey, war sie doch damals eine der Ersten, welche das Völkerrecht missachtet und die serbische Provinz Kosovo als souveränen Staat annerkannt haben.
"Die Uno hat sich angesichts der aktuellen Kriege als Instrument der Grossmächte erwiesen. " - Frau alt Bundesrätin, ist das nicht eine etwas späte Einsicht?
Vor allem brauchen wir dringest einen Paragrafen im Völkerrecht welcher zum Inhalt hat, dass alle Völker ihre eigenen Landsleute welche im Ausland kein Asyl erhalten haben oder gar Kriminell wurden, von ihrem Heimatland zurück genommen werden müssen, was eine Selbstverständlichkeit wäre! Das Fehlen eines so wichtigen Absatzes geht zu 100% zu Lasten Europas! Wie konnte man so etwas "vergessen" im Völkerrecht und als CH auch noch unterschreiben??? Unfassbar!
Die CH ist erst 2002 der UNO beigetreten. Für mich hätte der Beobachterstaus völlig genügt aber der Wähler sah dies anders. Eine Organisation in welcher gewisse Länder ein Vetorecht besitzen, kann unmöglich den Weltfrieden garantieren! Bin nach wie vor der Meinung, die CH sollte sich dieses Geld sparen!
Die sich über Jahrzehnte zu bequemen politischen bis diktatorischen Bürokraten-Monstern (UNO, WHO, EU usw.) verirrten Zentren der Ohnmächtigen auflösen. Einzelne Länder, mit regional sinnvollen Zusammenschlüssen und Zusammenarbeit, müssen wieder die Verantwortung für sich selbst übernehmen, um den Machtblöcken und Erpressungen auszuweichen. Dazu braucht es kluge, erfahrene und charakterfeste Politiker-Persönlichkeiten, die für ihre Länder einstehen ohne das grosse Ganze zu vernachlässigen.
Weltpolitische Psychtherapiesitzung. Sie hängt an den alten Narrativen vom starken Amerika, das ja nur an Frieden und Gerechtigkeit interessiert ist. Seit sie BR war hat sich einiges geklärt in Bezug auf Amerika und Nato. Frau BR träumen sie weiter, sie haben den Ruhestand verdient.
Widerspruch: 1. Die UNO hat sich nicht erst jetzt als Papiertiger erwiesen. Sie ist seit ihrer Gründung gegenüber den Angriffskriegen der Vetomächte kraft eigener Verfassung zur militärischen Tatenlosigkeit verurteilt. 2. Die Nato wurde nicht 2022 wiedergeboren, sondern sie hat sich seit dem Zusammenbruch der UdSSR rücksichtslos bis an die Grenzen Rußlands ausgedehnt, ein Vorgehen, daß sie selbst niemals akzeptiert hätte. 3. Die USA haben so keine Konfrontation vermieden, sondern eine provoziert
Schöne, einträchtige Worte, Frau Calmy-Rey. Doch entsprechen sie auch der Realität? Leider gehen Sie nicht darauf ein, dass stets ein kleiner, machtbessener Kreis ausserhalb von jeder Rechtstaatlichkeit, seit langer Zeit die Menschheitsfamilie immer wieder in Konflikte und Kriege verwickelt. Diese massen sich auch noch an, die UNO und andere supranationale Organisationen zu benutzen, um die Menschen in eine durch Lügen aufgebaute, menschenrechtswidrige, dystopische, unfreie Zukunft zu treiben.
Hört mal auf mit dieser sozialistischen Vereinheitlichung und kommunistischen Einheitsregelungen. Das führt jedes Mal zur Zersetung der Demokratie und Massenmorden. Etwas historischer Hintergrund wäre angebracht. Der historische Hintergrund stützt die regiolalen Lösungen der allgemeinen Prosperität.
Es gibt viele gute Gedanken. Nur den einen kann ich nicht nachvollziehen. Warum soll der Weltfrieden bloss durch die westlichen Organisationen, der Nato, Uno und den USA gewährleistet sein, wo doch weltweit bekannt ist, dass der Westen seine Interessen immer mit Verrat, Intriganz und Kriegshetzerei durchsetzt? Also Frau Calmy-Rey, solange Ihnen das nicht klar ist, kann ich Ihren guten Gedanken nicht folgen. Eigentlich sind auch Sie genau in diesem Netz der Hegemonie gefangen.
Momentan hängt alles von Amerika ab, da die die militärische Industrie und dank dem Dollar die Mittel haben, grosse Kriege zu führen. Wobei diese allen Schaden würden. Die Softpower liegt zumindest im Ukrainekrieg bei den Europäern, also alleine beim Westen. Wobei diese wegen moralischen Bedenken nicht gewillt dazu sind. Im nahen Osten könnten oder sollten wahrscheinlich tatsächlich die Arabischen Staaten, also nicht der Westen, eine Lösung finden.
Frau Rey ist eine Träumerin. Sympathisch aber unrealistisch.
Eine neutrale Ukraine wäre weniger sicher als NATO-Truppen und -Standorte an den südlichen russischen Grenzen. Das Verbot neonazistischer Kräfte in der Gesellschaft und volle Bürgerrechte für Minderheiten macht sie im Inneren stabil. Nichts, was man nicht von einem Land, das in die EU strebt - neben vielen anderen rechtsstaatlichen Standards - verlangen dürfte. Natürlich muss solch ein Land Sicherheitsgarantien haben, aber eine Bündniszugehörigkeit ist hierfür keine Voraussetzung.
"Die Welt des 21. Jahrhunderts wird nur dann ihre Stabilität bewahren können, wenn sie von der Stärke des Rechts und nicht vom Recht des Stärkeren bestimmt wird." (H.-D. Genscher). Leider wird diese Maxime seit drei Jahrzehnten zunehmend vernachlässigt. Das Gleichgewicht wurde 1990 durch Zusammenbruch des einen Blockes verloren. Seitdem marschiert der andere Block, seine Ziele fest im Auge und ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderen zu nehmen, das Völkerrecht durch "Werte" ersetzend.
Die Ansicht vom Schwarzen Meer als Russlands wichtigstes Tor zur Welt klingt recht eurozentrisch. Man sollte die russischen Häfen in Fernost als auch in der Ostsee und - an Bedeutung gewinnend - die Häfen an der russischen Nordküste nicht außer Acht lassen.
Die Ukraine will unbedingt in die NATO? Vielleicht deren Regierung. Bei breiten Schichten der Bevölkerung bin ich mir nicht sicher. Ohne Zweifel aber will der Westen die Ukraine in die NATO hieven, getreu Brzezinskis Vorgaben von 1998.
Natürlich unternehmen eine ganze Menge Staaten Anstrengungen, in Nahost eine 2-Staaten-Lösung umzusetzen. Aber es scheitert an der Rückendeckung durch Ausübung des Veto-Rechts im Sicherheitsrat und an der Waffenhilfe durch eine nur ganz kleine Gruppe von Staaten.
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Die Amerikaner haben mithilfe der UN den Krieg in der Ukraine geschürt. Was deren Medien nicht schreiben:Wir brauchen autonome Bürger- Banken und Bürger , die denken können.Kant schreibt elitär , was vorher einfach war.Die goldene Regel Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und fürchte Gottes Rache.Die Amerikaner sind nicht mehr die unangefochtene Weltpolizei.Die Studenten müssten zuerst lernen, dass die CIA -Gestspo-Methoden anwendet.
"Aber was soll man tun, aber was soll man sagen, wenn die Grossmächte nur an Gewalt glauben". - Falsch: Vor Ausbruch des Ukraine-Krieges hat Putin die amerikanische Regierung mehrfach aufgefordert, den sich abzeichnenden Konflikt durch Verhandlungen beizulegen. Das wurde abgelehnt! Bekanntlich ist das Ziel der US-Regierung, Russland zu schwächen.Deshalb der Putsch in der Ukraine und die Aufrüstung der Ukraine seit 2014 . Russland verteidigt sich notgedrungen mit Gewalt.
Gibt's die Dimitri II auch noch?