Emmanuel Macron tut mal wieder, was er am besten kann: sich selbst inszenieren. Feierlich lädt er nach Paris. Thema: Europas Zukunft.

Die Europäer werden von nackter Angst getrieben, seit Trump sie hat wissen lassen, dass sie selbst für ihre Sicherheit sorgen sollen.

Die Angst dürfte zu Todesfurcht werden, wenn ins Bewusstsein eindringt, was auf dem Spiel steht: das europäische Gesellschafts- und Sozialmodell.

Es ist eine einfache Rechnung. Europa hat kein Geld für Rüstung in der erforderlichen Höhe. Will man die Mittel aufbringen, hat die Politik zwei Möglichkeiten: Steuern drastisch erhöhen oder Ausgaben trimmen – bei Renten, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld.

Im deutschen Wahlkampf warnt Kanzler Scholz schon lange vor diesem Szenario – und dabei geht es nur um die überschaubare Summe von drei Milliarden Euro für die Ukraine.

Jemand wird Europas Bürgern sagen müssen, dass sie nur eines haben können: Butter oder Kanonen. Es wird spannend sein, zu sehen, wie die Wähler das aufnehmen.

Es gäbe ja eine Alternative: Entspannung statt Hochspannung.

Hat früher mal hervorragend funktioniert.