Markus Lanz wirft der Bundesregierung und insbesondere Aussenministerin Annalena Baerbock «Heuchelei» vor.

In seiner ZDF-Talksendung kritisiert Lanz, im Umgang mit Russland und Israel würden «doppelte Standards» angelegt: Während die Handlungen Russlands in der Ukraine scharf verurteilt würden, scheine man bei den Aktionen Israels gegenüber der Hamas zu schweigen. Er verweist dabei auf die unterschiedliche Reaktion zu Zerstörungen von Infrastruktur durch die russische Führung im Ukraine-Krieg und die israelische Regierung im Konflikt mit der Hamas.

Er sagt: «Aus meiner ganz einfachen empathisch-menschlichen Perspektive: Gerade wir, Deutschland, sind gerne eine moralische Supermacht in der Welt. Und es gibt jetzt natürlich so etwas wie den Vorwurf der doppelten Standards. Und es gibt die Frage: Wie gehen wir um mit einer gewissen Heuchelei? Ich mache Ihnen ein konkretes Beispiel: Wenn jemand wie Wladimir Putin in der Ukraine Wasserwerke, Wasserleitungen, Energieversorgungen lahmlegt, bombardiert, zerstört, kaputtmacht, dann stellt sich jemand wie Annalena Baerbock völlig zu Recht hin und sagt: Freunde, das geht nicht. Kriegsverbrechen!» Aber, so Lanz: «Das Gleiche, den gleichen Satz, habe ich im Zusammenhang mit Gaza noch von keinem Mitglied dieser Regierung gehört. Oder ist mir da etwas entgangen?»