Als sich ein Physikerkollege meines Vaters nach meiner Studienrichtung erkundigte, erschrak er und meinte, dass ich dann wohl so etwas wie ein Berufsdemonstrant sei. Ich war noch ganz am Anfang meines Studiums, und es war mir nicht bewusst, dass die Psychologie ein gewaltiges Imageproblem hatte. Ein paar vage Ideen ĂŒber meine berufliche Zukunft hatte ich zwar, aber Berufsdemonstrant war definitiv keine davon.
Das Image von gestern entspricht nicht der Psychologie von heute. Die Psychologie hat sich konsequent einer evidenzbasierten Forschungsstrategie verschrieben und sich als Wissenschaft profiliert. NobelpreistrĂ€ger Daniel Kahnemann hat mit seinen Studien zum Urteilsverhalten und zu kognitiven Verzerrungen weit ĂŒber die Psychologie hinaus andere Disziplinen, wie die Wirtschaftswissenschaft, nachhaltig beeinflusst. In der Schweiz wurde 2021 dem Berner Psychologieprofessor Thomas Berger der renommierte Marcel-Benoist-Preis zugesprochen, auch bekannt als «Schweizer Nobelpreis». Thomas Berger ist ein Pionier in der Erforschung digitaler Therapieverfahren.
In der Frage nach der Rolle des Menschen im technologischen Wandel spielt Psychologie eine SchlĂŒsselrolle. Zu meiner Studienzeit gab es noch Vorlesungen zu Graphologie, projektiven Testverfahren oder Tiefenpsychologie. Nichts davon ist ĂŒbriggeblieben. Diese Methoden sind wissenschaftlich nicht gesichert und haben keinen prognostischen Wert. Wer denkt, dass man im heutigen Vorlesungsverzeichnis Hinweise auf Veranstaltungen findet, die zum unverbindlichen Assoziieren oder zum Austausch ausufernder Selbsterfahrungen einladen, sucht vergeblich. Ein UniversitĂ€tsstudium in Psychologie befĂ€higt zum wissenschaftlichen Denken und Forschen. Dazu braucht es methodisches Wissen.
Das moderne Bachelor-Programm in Psychologie ist vollgestopft mit Statistikvorlesungen, Experimentalpraktikum und Ăbungen zu Forschungsmethoden. Auf dem Berufsmarkt erweisen sich spĂ€ter Kenntnisse in Methoden und Statistik als wahrer Jackpot. Nicht wenige finden gerade deswegen Jobs oder werden spĂ€ter «Data Scientist». FĂŒnf Jahre nach Abschluss des Studiums sind lediglich 0,3 Prozent der Psychologinnen und Psychologen erwerbslos, deutlich unter dem Schnitt von 2,5 Prozent der Personen mit akademischem Master-Abschluss. Die Bezeichnung «Psychologe» ist geschĂŒtzt und setzt zwingend einen Master-Abschluss in Psychologie voraus.
Psyche und Gehirn
Neben der evidenzbasierten Forschung hat sich eine weitere Entwicklung als richtungsweisend erwiesen: Die Psychologie interessiert sich fĂŒr die Funktionsweise des Gehirns. Unsere Gedanken, Entscheidungen, Wahrnehmungen oder das GedĂ€chtnis und die Emotionen sind mit Prozessen in unseren Gehirnen verbunden, die man mit verschiedenen Verfahren messen kann (z. B. funktionelle Kernspintomografie, Elektroenzephalografie). Somit geht die Psychologie gekonnt mit dem cartesischen Dualismus um, der eine Trennung von Geist (res cogitans) und Materie (res extensa) postuliert, die immer noch unser Denken in vielen Bereichen durchsetzt. Prozesse im Gehirn sind zum VerstĂ€ndnis des mentalen Innenlebens eine Ă€usserst wichtige Informationsquelle, an die man weder durch Beobachtung noch durch Befragung herankommt.
Experimentelle Forschungen der Psychologie haben oftmals einen erstaunlich guten Bezug zu gesellschaftlich hochaktuellen Themen. Um ein Beispiel zu nennen: Die Gruppe um Daria Knoch am Institut fĂŒr Psychologie der UniversitĂ€t Bern hat in Experimenten herausgefunden, dass Unterschiede zwischen Personen im nachhaltigen Verhalten (beispielsweise, wie viel Ressourcen auf Kosten kommender Generationen verbraucht werden) mit strukturellen Eigenschaften (d. h. die Dichte von Neuronen in bestimmten Gehirnarealen) und funktionalen Prozessen im Gehirn (wie stark bestimmte Gehirnareale miteinander kommunizieren) zusammenhĂ€ngen. Innovative ZugĂ€nge aus der Psychologie bereichern die aktuellen Diskussionen um einen rĂŒcksichtsvollen Umgang mit verfĂŒgbaren Ressourcen.
Die Psychologie hat durch den Einbezug der Neurowissenschaften die vorgezeichneten Trennlinien zwischen FakultĂ€ten auf eindrĂŒckliche Weise ĂŒberwunden. Benachbarte Disziplinen haben diesen Anschlussflug reihenweise verpasst und schlagen neue Wurzeln im alten Terrain, ohne dass der Baum je FrĂŒchte tragen wird. Und der Impakt geht auch in die andere Richtung: Die Neurowissenschaft wird durch die Forschungen in der Psychologie aufgewertet. Die Studierenden interessieren sich enorm fĂŒr den Zusammenhang zwischen Gehirn und Psyche, der ĂŒbrigens im angelsĂ€chsischen Sprachraum noch intensiver erforscht wird als bei uns.
Die Psychologie erforscht mit sehr vielfĂ€ltigen Methoden das menschliche Erleben und Verhalten. Sie begnĂŒgt sich allerdings nicht mit deren Messung und Beschreibung (etwa mittels Erhebungen ĂŒber Fragebogen), sondern kann mit gezielten Interventionen VerhaltensĂ€nderungen herbeifĂŒhren. Dies betrifft die Weiterentwicklung von Psychotherapieverfahren sowie die ĂberprĂŒfung ihrer Wirksamkeit, die beide in der klinischen Psychologie massiv vorangetrieben werden. Eine TĂ€tigkeit im Bereich Psychotherapie wird nach wie vor von vielen Studierenden angestrebt. Weil die Facharztrichtung Psychiatrie, die ein Medizinstudium voraussetzt, gravierende Nachwuchsprobleme hat, ist es fĂŒr die psychotherapeutische Grundversorgung wichtig, dass die klinische Psychologie diese LĂŒcke schliesst.
Wenn man der Prognose der WHO Glauben schenkt, dann werden im Jahr 2030 psychische Störungen wie Depression und Angststörungen zu den grössten Verursachern von direkten und indirekten Gesundheitskosten gehören. In die Psychologie zu investieren, wird sich lohnen. Im Kampf gegen die Depression, die zu massivem wirtschaftlichem Produktionsverlust, Erwerbslosigkeit und verringerter LebensqualitĂ€t des gesamten Umfelds fĂŒhrt, sind Psychotherapien nicht nur wirksam, sondern auch kosteneffizient. Ein Schritt in die richtige Richtung ist das Anordnungsmodell, das seit 2022 in Kraft ist: Psychotherapeuten können auf Ă€rztliche Anordnung als selbstĂ€ndige Leistungserbringer mit der obligatorischen Krankenpflegeversicherung abrechnen.
Flair fĂŒr moderne Technologien
VerhaltensĂ€nderungen betreffen aber nicht nur Individuen, sondern auch ganze Organisationen und Unternehmen. In der Arbeits- und Organisationspsychologie geht es um die Steigerung der Arbeitszufriedenheit, den FĂŒhrungsstil, das Kommunikationsverhalten oder die Effizienz und Sicherheit von ArbeitsablĂ€ufen. Ein schlechtes Arbeitsklima ist nicht nur fĂŒr die Betroffenen unangenehm, sondern es kostet das Unternehmen Innovationen, fĂŒhrt zu Fluktuationen und ReputationsschĂ€den. Die Psychologie beschĂ€ftigt sich auch mit dem Konsumverhalten oder den psychologischen Mechanismen, die zu Bewegungen an den AktienmĂ€rkten fĂŒhren, was sich daran zeigt, dass auch die Wirtschaftspsychologie viele Studierende anzieht.
Letztlich ist die Psychologie offen fĂŒr moderne Technologien, und sie spielt in der Frage nach der Rolle des Menschen im technologischen Wandel eine SchlĂŒsselrolle. Die Dezentrierungen des Menschen als Folge von Kopernikus und Darwin waren faktenbasiert, aber die fortschreitende Entwicklung moderner Technologien und Algorithmen muss nicht notwendigerweise zu einem weiteren Thronsturz des Menschen fĂŒhren. DĂŒstere Technologieskepsis bringt in dieser Frage keine Lösung. Die Psychologie hat ein Flair fĂŒr moderne Technologien, was sich daran zeigt, dass in vielen Studien und Interventionen Smartphone-Apps und Wearables eingesetzt werden, die zur Verfolgung und Verbesserung des mentalen Wohlbefindens, der StressbewĂ€ltigung und der VerhaltensĂ€nderung dienen.
Der jĂŒngeren Generation von Forschenden ist es ein Anliegen, Wissen zu generieren, das solide ist.Auch Ă€ltere, gesunde Personen werden intensiv untersucht im Hinblick auf gesundheitsfördernde Massnahmen oder eine frĂŒhe Erkennung einer Verringerung der kognitiven FĂ€higkeiten. Die Gruppe um den Kognitionspsychologen Matthias Kliegel von der UniversitĂ€t Genf beschĂ€ftigt sich damit, wie sich die kognitiven FĂ€higkeiten ĂŒber das Alter hinweg verĂ€ndern, und sie verwendet dazu Testverfahren, die auch online verfĂŒgbar sind. Auch die Bedeutung von virtueller RealitĂ€t zur Simulation realer Szenen gewinnt in Expositionstherapie, im Verhaltenstraining und beim Lernen neuer Inhalte an Bedeutung.
Ist in der Psychologie alles nur gut? Mitnichten. Es gab zum Beispiel die Replikationskrise, die gezeigt hat, dass Ergebnisse einschlĂ€giger Studien nicht replizier- beziehungsweise ĂŒbertragbar waren. Die Psychologie wurde zu Recht kritisiert. Aufschlussreich war aber die Reaktion darauf. Die Psychologie hat nicht den Kopf in den Sand gesteckt, sondern sie ging das Problem aktiv an. Viele Studien werden heute prĂ€registriert, und es hat sich als Standard etabliert, dass die Rohdaten von Studien öffentlich geteilt werden, damit andere Forschende die Auswertungen nachvollziehen und ĂŒberprĂŒfen können.
Der jĂŒngeren Generation von Forschenden ist es ein grosses Anliegen, Wissen zu generieren, das solide ist. Selbstdarstellung in der Wissenschaft wird zunehmend kritisch betrachtet. Viele Studierende fĂŒhlen sich vom Psychologiestudium auch deshalb angezogen, weil die Wissenschaft sehr jung ist. In der Psychologie stehen die grossen Entdeckungen noch an. In der Physik sind viele bahnbrechende Entdeckungen bereits gemacht worden. Der Psychologie gehört die Zukunft.
Fred Mast ist ordentlicher Professor am Institut fĂŒr Psychologie der UniversitĂ€t Bern. Zurzeit unterstĂŒtzt er die UniversitĂ€t Luzern beim Aufbau der neuen FakultĂ€t fĂŒr Verhaltenswissenschaften und Psychologie.
Mit voller Hose lĂ€sst es sich gut stinken. Ich werfe der erhellten Psychologie nicht Scharlatnerie aber mitprovozierten Eigennutz und mangelnde Selbstreflektion vor. Die realen und prognostizierten psychischen Störungen sind grösstenteils systemisch und von der Medizin/Pharma provoziert. Die "neue" Psychologie blendet die tiefgrĂŒndigen Ursachen aus und ist darum weniger Heilsbringerin, als mehr Schmarotzerin der exorbitanten und durch die WHO ausgelösten/verfĂŒgten Gesundheitskosten.
"Der Psychologie gehört die Zukunft" Es mĂŒsste wohl eher heissen: "ArbeitsplĂ€tzen im Bereich psychologischer Betreuung gehören die Zukunft." Dies wenn dann bald jedes zweite Kind solche Betreuung brauchen wird. Nicht zu vergessen: ArbeitsplĂ€tze welche wir alle mit Steuergeldern bezahlen mĂŒssen.
Sehr verehrter Prof. Mast. Bekanntlich irrt nichts so beharrlich, wie die Wissenschaft. Ursachenforschung weit gefehlt. Wer will schon wissen/erforschen, welchen Einfluss z.B. die Falsch-/Ăbermedikation auf die menschliche Phsyche und deren Erkrankung hat. Ursachenforschung im Kontext der Verimpfung der mRNA-Corona-Vakzine wird nicht finanziert und damit nicht praktiziert. Die korrumpierte Wissenschaft hat wie die WHO versagt und deren Vertreter gehören als Verbrecher vor Gericht gestellt.
Nee, das Studium Psychologie ist schon seit JahrEN ĂŒberbelegt. Dies aus zwei GrĂŒnden: 1. Wie Jus ist Psychologie ein sog. Verlegenheitsfach, das gewĂ€hlt wird, wenn man nicht weiss, was man ĂŒberhaupt studieren soll. 2. Fragt man die Studenten, weshalb dies, kommt die Antwort, die fĂŒr mich BĂ€nde spricht: 'Um mich selbst kennenzulernen!' Allerdings wundert dies einen nicht, wenn man weiss, dass ca. 70% jener Studenten mal einen Psychologen brauchten oder noch brauchen! Meine Meinung: krass!
In den USA gehört es zum guten Ton dass man einen Psychologen hat. Alles widersinnige kommt doch von den USA!
Wissenschaft muss ihre Methoden an den «Fachgegenstand» anpassen. Wie man mit dem SchweissgerÀt keine Harddisk «behandeln» kann, so kann man mit Algorithmen keine Psychotherapie betreiben, denn die menschliche Psyche ist nicht berechenbar. Ist doch uralt! Aber alle paar Jahrzehnte kommen wieder ein paar Obergescheite erneut auf die Idee, die Seele berechnen zu wollen - und scheitern grandios. Die Geschichte der Psychologie seit Mitte des 19. Jh. ist voll davon. Man sollte das zur Kenntnis nehmen
Psychotherapie findet in einer Beziehung zwischen zwei Menschen statt. Sie ist wesentlich Heilen durch Beziehung. Das kann man nicht «digitalisieren». Der Mensch lernt nicht «digital», er kann sich nicht «digital» verstehen. Was heilt sind korrigierende emotionale Erfahrungen in Beziehungen zu Menschen. Basta. Der Psychotherapeut braucht eine Lehranalyse und Lebenserfahrung. Der Hype ins 19. Jahrhundert zurĂŒck zu Wiegen, Messen und ZĂ€hlen der Naturwissenschaften ist Geschichtsvergessenheit.
Jetzt schafft dieser «Professor» die Tiefenpsychologie auf den Misthaufen der Geschichte. Schande! Geistige BĂŒcherverbrennung ist das.
Leider wird viel zu wenig ĂŒber die Verantwortung der Psychologen nachgedacht. Wie ethisch ist es, mit psychologischem Wissen eine Gesellschaft in Panik zu versetzen oder durch geschickte, die menschlichen SchwĂ€chen ausnutzende Werbung Menschen in die Unzufriedenheit=gĂŒnstiges Kaufverhalten zu drĂ€ngen? Oder ist es richtig, mittels psychologischem Fundament eine Medienkampanie = Manipulation der Gesellschaft zu planen? Was forschen die Institute im Bereich Psychologie? 95% Genderfragen.
Die methodischen Grenzen descFaches Psychologie liegen in ihrer Frage- bzw. Abfragetechnik. Methodik Fragen und Statistik ZĂ€hlen geben dem Fach einen pseudowissenschaftlichen Charakter. Herausvkommt immer nur, was herauskommen soll. Der Frager fĂŒhrt sich selbst fragend zu seinem Ergebnis. Die Erkenntnis entspricht seoöinem Vorurteil. Philosophie professor Rabinowitz von einer der fĂŒhrenden californischen UniversitĂ€ten hat dieses Feld um Marcuse schon in den 1980er Jahren frĂŒh berĂ€umt.
Geisteswissenschaftlich entstand der Boom der Psychologie durch einen Hype um Marx und Freud, der eher komplexhaft philosemitisch die Forschungsinhalte der beiden Denker ideologisiert und instrumentalisiert hat. Daraus entstanden im Ductus von Herbert Marcuse die freudomarxistischen IdeologiefĂ€cher Soziologie, heute ausgedehnt zu Sozialwissenschaften etc. und Psychologie, den "Einzelkörper" und den "Gesellschaftskörper" betrachtend. Foucault hat etwas Ordnung dorthin zurĂŒckgebracht.
Die BeschĂ€ftigung mit der Selbsterkenntnis mittels Psychologie steht fĂŒr viele Psychologiestudenten am Anfang einer Studienentscheidung fĂŒr das Fach Psychologie. Berufsfelder sind neben der Lehre klinische Psychologie und Personalpsychologie fĂŒr die Personalabteilungen der Firmen. Nur den Medizinern steht der Rang des Heilens zu berechtigt, ĂŒberblicken sie doch ein viel weiteres Wissensfeld und bleiben vertraut im naturwissenschaftlichen Leben. Psychologen mĂŒssen von Medizinern angeleitet sein.
"Hier stehen die grossen Entdeckungen noch an." Eine der grossen Entdeckungen könnte sein ... wie war es möglich, dass sich so viele Menschen freiwillig zu einer Gentherapie mit unabsehbaren, gesundheitlichen Folgen haben ĂŒberreden lassen!
Die Psychologie ist keine exakte Wissenschaft, deshalb sind von ihr auch keine wirklichen Erkenntnisse zu erwarten. Ein Ingenieur, der eine BrĂŒcke falsch berechnet, die dann einstĂŒrzt, kann fĂŒr seinen Fehler zur Rechenschaft gezogen werden. Ein Psychologe, der eine GrĂŒne falsch therapiert hat, die daraufhin Aussenministerin wird und viel UglĂŒck ĂŒber die Welt bringt, wĂ€scht seine HĂ€nde in Unschuld.... Aber ein gutbezahlter Arbeitsplatz ist ihm sicher.
Die Psychologie wird eines der wichtigsten Aufgabenbereiche der KI werden; keiner kann bessere Psychogramme erstellen. Darum, Psychologe der Zukunft, studiere Mathematik und Physik, wenn du dem Patienten der Zukunft helfen willst.
âDer Psycho-logie gehört die Zukunftâ?đ Brauchen zukĂŒnftige Cyborgs echt noch einen studierten ĂŒbermenschlichen Psychologen?đ€ Da werden doch eh alle đ€đ€ gleichgeschaltet sein durch eine spezielle KI-Programmierung!đŸđł
In den USA gehört es zum guten Ton dass man einen Psychologen hat. Alles widersinnige kommt doch von den USA!
Wieder einmal erwĂ€hnenswert: DIE ARMUT DER PSYCHOLOGIE von Arthur Koestler. Die Weltwoche druckte ehemals ab DER MENSCH, IRRLĂUFER DER EVOLUTION. Besonders in Zeiten der Hamas illustrativ. P. S. Es handelte sich um eine VulgĂ€rpsychologie namens Behaviorismus gemĂ€ss Skinner und Pawlow.
VulgĂ€rpsychologie, also so was wie Alltagspsychologie oder gar Behaviorismus, also das Studium des Verhaltens ohne UrsachenabklĂ€rung, sind doch genau die Formen des menschlichen Seins und Tuns mit denen wir tagtĂ€glich konfrontiert sind. Es ist fĂŒr uns alle von grösster Wichtigkeit, dass wir das vom GegenĂŒber sofort und richtig lesen und interpretieren und die fĂŒr uns richtigen und praktischen Schlussfolgerungen ziehen. Weshalb werten Sie das in dem PS dermassen ab?
Nee, das Studium Psychologie ist schon seit JahrEN ĂŒberbelegt. Dies aus zwei GrĂŒnden: 1. Wie Jus ist Psychologie ein sog. Verlegenheitsfach, das gewĂ€hlt wird, wenn man nicht weiss, was man ĂŒberhaupt studieren soll. 2. Fragt man die Studenten, weshalb dies, kommt die Antwort, die fĂŒr mich BĂ€nde spricht: 'Um mich selbst kennenzulernen!' Allerdings wundert dies einen nicht, wenn man weiss, dass ca. 70% jener Studenten mal einen Psychologen brauchten oder noch brauchen! Meine Meinung: krass!
Man kann grundsĂ€tzlich nicht sich selber kennenlernen. Statt objektiv etwas NĂŒtzliches zu lernen, z.
B. Medizin oder VeterinÀrmedizin, will man sich selber bespiegeln.
Mit voller Hose lĂ€sst es sich gut stinken. Ich werfe der erhellten Psychologie nicht Scharlatnerie aber mitprovozierten Eigennutz und mangelnde Selbstreflektion vor. Die realen und prognostizierten psychischen Störungen sind grösstenteils systemisch und von der Medizin/Pharma provoziert. Die "neue" Psychologie blendet die tiefgrĂŒndigen Ursachen aus und ist darum weniger Heilsbringerin, als mehr Schmarotzerin der exorbitanten und durch die WHO ausgelösten/verfĂŒgten Gesundheitskosten.
Bravo fĂŒr diesen ĂŒberaus treffenden Kommentar.
Zu solchen Forschungsergebnissen, wie hier kurz geschildert die von Daria Knoch, fĂ€llt mir nur ein, dass es sehr interessant sein mĂŒsste die Neuronendichte in den entsprechenden Gehirnregionen von Leuten wie Besos, Bill Gates, Leonardo DiCaprio, Al Gore oder Langstrecken Luisa Neubauer zu messen. Diese Dichte mĂŒsste ja dann dem Nullwert entsprechen, andernfalls sind die Ergebnisse fĂŒr die Tonne. Genauso wie Ergebnisse, die von neuronalen Gehirnstrukturen auf politische Ausrichtung schliessen.
Die Psychologie ist eine Naturwissenschaft und wendet demzufolge naturwissenschaftliche Methoden an, wenn sie wissenschaftliche Arbeit leistet, soweit nichts, was speziell betont werden mĂŒsste. Womit ich MĂŒhe habe ist die Anzahl Studenten im Fach. In Deutschland gleich viele wie Allgemeine Medizin oder sehr viel mehr als alle anderen Naturwissenschaften oder angewandte Wissenschaften. Das ist ein totales MissverhĂ€ltnis zum Bedarf!
Sie ist keine Naturwissenschaft.
Sie haben recht, Psychologie ist im Bereich von Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften beheimatet ohne reine Zuordenbarkeit zu einer der drei Richtungen. Die experimentelle Psychologie bedient sich allerdings naturwissenschaftlicher Methodik, was mich zur sehr verkĂŒrzten Aussage gebracht hat, weil es im Artikel auch vorwiegend um diesen Teilaspekt geht. Es ist aber klar so, dass gemessen an den anderen Wissenschaften viel zu viele Psychologie studieren.
Da erfindet jemand die "Lebens- und Geisteswissenschaft" Psychologie völlig neu, als ob es sich nicht um ein Wissen uber Weltsichten, GefĂŒhle, Stimmungen, Entwicklung, Verhalten usw ginge, das systematisch seit Aristoteles, Freud, Adler, Kohut usw weiterntwickerlt wurde. Jetzt ist es plötzlich, wie beim Transgender, alles Hokuspokus, alles neu macht der Mai. Man hat das GefĂŒhl die Unis sind neu erfunden worden. Als ob man mit einem Spintommogram in die Seele blicken könnte.
Freud, Adler, Kohut, und wo bleibt C.G. Jung, der grösste von allen, der das Freud'sche Denken aus der Enge des persönlich-Materialistischen herausgehoben, weiter entwickelt hat und die Existenz eines kollektiven Unbewussten von unermesslicher Bedeutung fĂŒr das praktische VerstĂ€ndnis menschlichen Verhaltens ins Bewusstsein gehoben hat?
Sehr verehrter Prof. Mast. Bekanntlich irrt nichts so beharrlich, wie die Wissenschaft. Ursachenforschung weit gefehlt. Wer will schon wissen/erforschen, welchen Einfluss z.B. die Falsch-/Ăbermedikation auf die menschliche Phsyche und deren Erkrankung hat. Ursachenforschung im Kontext der Verimpfung der mRNA-Corona-Vakzine wird nicht finanziert und damit nicht praktiziert. Die korrumpierte Wissenschaft hat wie die WHO versagt und deren Vertreter gehören als Verbrecher vor Gericht gestellt.
Hurrah, alles ist machbar! Der Manipulierbarkeit des Menschen werden keine Grenzen gesetzt sein! 'Die grossen Entdeckungen stehen noch an'. Die grösste Entdeckung wurde im letzten Jahrhundert gemacht, nÀmlich die des kollektiven Unbewussten, das allem menschlichen Verhalten zugrunde liegt. Davon scheint die heutige, klinische Psychologie nichts mehr zu wissen! Kein Wunder, retten sich die Leute vor dieser einseitigen, kalten Technik in Schamanismus-Seminare und Àhnliches.
"Der Psychologie gehört die Zukunft" Es mĂŒsste wohl eher heissen: "ArbeitsplĂ€tzen im Bereich psychologischer Betreuung gehören die Zukunft." Dies wenn dann bald jedes zweite Kind solche Betreuung brauchen wird. Nicht zu vergessen: ArbeitsplĂ€tze welche wir alle mit Steuergeldern bezahlen mĂŒssen.
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Wissenschaft muss ihre Methoden an den «Fachgegenstand» anpassen. Wie man mit dem SchweissgerÀt keine Harddisk «behandeln» kann, so kann man mit Algorithmen keine Psychotherapie betreiben, denn die menschliche Psyche ist nicht berechenbar. Ist doch uralt! Aber alle paar Jahrzehnte kommen wieder ein paar Obergescheite erneut auf die Idee, die Seele berechnen zu wollen - und scheitern grandios. Die Geschichte der Psychologie seit Mitte des 19. Jh. ist voll davon. Man sollte das zur Kenntnis nehmen
Psychotherapie findet in einer Beziehung zwischen zwei Menschen statt. Sie ist wesentlich Heilen durch Beziehung. Das kann man nicht «digitalisieren». Der Mensch lernt nicht «digital», er kann sich nicht «digital» verstehen. Was heilt sind korrigierende emotionale Erfahrungen in Beziehungen zu Menschen. Basta. Der Psychotherapeut braucht eine Lehranalyse und Lebenserfahrung. Der Hype ins 19. Jahrhundert zurĂŒck zu Wiegen, Messen und ZĂ€hlen der Naturwissenschaften ist Geschichtsvergessenheit.
Jetzt schafft dieser «Professor» die Tiefenpsychologie auf den Misthaufen der Geschichte. Schande! Geistige BĂŒcherverbrennung ist das.