Bald ist es wieder so weit. Die Medien wählen die Personen des Jahres 2023. In den USA ehrt beispielsweise das Magazin Time seit 1927 den Mann oder die Frau, in jüngster Zeit die Person des Jahres. Aber leider hielten diese hochgejubelten Superstars oft nicht, was die Journalisten in sie hineininterpretiert haben.

Es sei nur an ein paar der illustren Namen erinnert, die in den letzten zehn Jahren fürs Titelblatt der Time nominiert wurden: 2022 Präsident Selenskyj und der Spirit der Ukraine; 2021 Elon Musk, damals CEO von Tesla und SpaceX und reichster Mann der Welt; 2020 Joe Biden und Kamela Harris; 2019 Greta Thunberg; 2018 Journalisten, die inhaftiert, gefoltert oder umgebracht wurden, wie beispielsweise Jamal Khashoggi; 2017 die #MeToo-Bewegung und deren Spitzen-Exponenten; 2016 Donald Trump; 2015 Angela Merkel; 2014 Ebola-Seuchen-Bekämpfer; 2013 Papst Franziskus.

Auch für das noch laufende Jahr wird das Time-Magazin diese Tage die Auszeichnung «Person des Jahres» wieder einer Leitfigur der Medien verleihen. In den USA haben die Wettbüros bereits Kandidatenlisten mit den zugehörigen Wettquoten publiziert. In Front liegen derzeit Elon Musk und Wolodymyr Selenskyj, die bereits 2021 und 2022 auf dem Titelblatt der Time landeten.

Beiden wird eine Chance von 50 Prozent zugetraut. Sie liegen damit meilenweit vor der drittplatzierten Taylor Swift mit einer Wahrscheinlichkeit von 16,7 Prozent und einer Wettquote von 5:1. Sie ist die derzeit populärste amerikanische Pop- und Country-Sängerin, Songwriterin, Musikproduzentin und Schauspielerin. Mit ihren weltweit über 200 Millionen verkauften Platten gehört Swift zu den kommerziell erfolgreichsten Musikern, und sie ist die am meisten gestreamte Frau auf Spotify. Hinter ihr folgt US-Präsident Joe Biden mit 12,5 Prozent und einer 7:1-Wettquote. Janet Yellen, die amerikanische Finanzministerin und frühere US-Fed-Vorsitzende, bringt es auf 11,1 Prozent. Sie liegt gleichauf mit der Protestbewegung im Iran mit ebenfalls 11,1 Prozent und einer Wettquote von 8:1.

Auch auf der Top-Dutzend-Liste befinden sich König Charles III. (Wahrscheinlichkeit: 10 Prozent, Quote: 9:1), der chinesische Ministerpräsident Xi Jinping (9,1 Prozent, 10:1), Merrick Garland, der noch von US-Präsident Obama für den Obersten Gerichtshof nominiert, aber damals von den Republikanern blockiert wurde. Er wurde von US-Präsident Joe Biden im Januar 2021 zum 86. Oberstaatsanwalt der USA ernannt. In dieser Funktion ist er auch in die Prozesse gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump involviert.

Ron DeSantis, Gouverneur in Florida und republikanischer Gegenkandidat von Donald Trump für die Präsidentschaftswahlen 2024, wird mit einer Wettquote von 16:1 und einer Wahrscheinlichkeit von 5,9 Prozent gehandelt, gleich wie Lula da Silva, der sozialistische Wahlsieger bei den Wahlen in Brasilien, oder die amerikanische Vizepräsidentin Kamala Harris.

Die Auswahl zeigt bereits, wessen Geistes die Kür sein wird. Was die amerikanische Politik anbetrifft, ist es die einfache Welt des linken Mainstreams: Chancen haben offensichtlich nur Demokraten und Leute, die Gegen Ex-Präsident Trump agieren.

Die 3 Top-Kommentare zu "Elon Musk, Wolodymyr Selenskyj oder doch Taylor Swift – wer wird die Person des Jahres 2023? Die Kandidatenkür läuft, die Wettquoten stehen"
  • Aufseher

    Einfach ignorieren, wer es wohl wird, Musk wird da wohl nur aus Alibigründen geführt. Obwohl er auf der Schreckensliste der einzige mit Charakter ist! Erst zerstörte man Traditionsblätter wie NZZ U. FAZ.dann Nobelpreise u. Andere, alles nur eine Farce!

  • deesse

    Warum nimmt man diese lächerliche Medien-Wahl zu „Person des Jahres“ überhaupt wichtig? Hat sie irgendeinen Effekt ausser auf die Person selbst?

  • elianeab

    Die Personen des Jahren: Es ist aber klar = alle Menschen, die dem "Impfstoff"-Tsunami standgehalten haben.